Auskunftsanträge

Auskunftsanträge umfassen Anträge auf Account-Auskunft, die aus der ganzen Welt bei uns eingehen und in der Regel mit strafrechtlichen Ermittlungen im Zusammenhang stehen.

Der neueste Bericht beinhaltet die Anzahl der eingegangenen behördlichen und nichtbehördlichen Anträge auf Account-Auskunft sowie den Prozentsatz der Anträge, denen wir in irgendeiner Form nachgekommen sind. Länder, aus denen wir ausschließlich Notfallanfragen zur Offenlegung von Nutzerdaten erhalten haben, sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

(HINWEIS: Die Karte umfasst nur Daten zu Auskunftsanträgen durch Behörden; Daten zu nichtbehördlichen Anträgen sind nicht enthalten.)

Auskunftsanträge weltweit

1. Jul – 31. Dez 2015
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- Anträge
- Compliance
- Angegebene Accounts

Neuester Bericht: Auskunftsanträge (behördlich)

Auskunftsanträge (behördlich) 1. Jul – 31. Dez 2015

Land Anträge auf Account-Auskunft Prozentsatz der Fälle, in denen Auskünfte erteilt wurden Angegebene Accounts

HINWEIS: Die Daten in diesen Berichten werden so exakt und vollständig wie möglich bereitgestellt. 

Über die Zahlen

Im zweiten Halbjahr 2015 haben wir 27% mehr behördliche Anträge auf Account-Auskunft, die 4% mehr Accounts betrafen, als im  vorherigen Berichtszeitraum erhalten.

Dies schließt Anträge aus den folgenden acht neuen Ländern ein: Bangladesch, Kroatien, Tschechische Republik, Finnland, Luxemburg, Malta, Montenegro und Nigeria. Seit dem ersten Twitter Transparenzbericht haben wir Auskunftsanträge von Behörden aus 70 verschiedenen Ländern erhalten.

Twitter verzeichnet weiterhin einen Anstieg bei den behördlichen Anträgen auf Account-Auskunft, was den allgemeinen Branchentrends entspricht und die weltweit wachsende Bedeutung von Twitter widerspiegelt. Dieser Anstieg kann auch auf besondere Ereignisse in der Welt zurückzuführen sein, wie etwa Wahlen, Naturkatastrophen und Terroranschläge.

Die meisten Anträge kommen nach wie vor aus den USA; sie umfassen 48% aller eingegangenen Anträge. Im Unterschied zu früheren Berichtszeiträumen kamen die zweitmeisten Anträge aus Frankreich – sie beliefen sich auf nahezu 13% aller eingegangenen behördlichen Auskunftsanträge. Dieser Anstieg von über 400% im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum ist sehr wahrscheinlich auf die Reihe von Terroranschlägen in Frankreich im Jahr 2015 zurückzuführen, insbesondere auf die Anschläge von Paris im November. Das Vereinigte Königreich, Japan und die Türkei gehören weiterhin zu den Ländern, die die Liste der Antragsteller anführen.

Fußnoten

Wir benachrichtigen betroffene Nutzer über Auskunftsanträge bezüglich ihrer Accounts, sofern uns dies nicht untersagt ist oder der Antrag unter eine der Ausnahmen im Rahmen unserer Richtlinie zur Nutzerbenachrichtigung fällt.

Länder mit einem Sternchen (*) in der Spalte „Account-Auskunftsanträge“ haben ausschließlich Notfallanträge gestellt.

  • Weitere Informationen zu Notfallanfragen zur Offenlegung Nutzerdaten finden Sie in unseren Richtlinien für Strafverfolgungsbehörden.
  • Zu den Ländern dieser Kategorie gehören: Bangladesch, Dominikanische Republik, Ecuador, Finnland, Israel, Kroatien, Kuwait, Libanon, Luxemburg, Malaysia, Malediven, Nigeria, Saudi Arabien, Schweiz, Serbien, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate.

„Angegebene Accounts“ umfasst die Accounts bei Twitter, Periscope und Vine, die in den bei uns eingegangenen behördlichen Anträgen bezeichnet wurden.

  • In der Zahl können mehrfach genannte Accounts enthalten sein oder auch Anträge in Bezug auf Accounts, die nicht existieren oder fälschlicherweise bezeichnet wurden.

Aus verschiedenen Gründen kommen wir nicht allen Anträgen nach. Zum Beispiel:

  • Wir kommen Anträgen nicht nach, in denen kein Tweet oder Twitter Account bezeichnet wird.
  • Wir grenzen ggf. Anträge ein, die zu breit gefasst sind.
  • Nutzer haben möglicherweise Einspruch gegen einen Antrag eingelegt, nachdem sie von uns benachrichtigt wurden.
  • In anderen Fällen legt Twitter ggf. offiziell oder inoffiziell Einspruch ein.

Die Zahlen der USA enthalten Anträge, die von Rechtsattachés der USA aus verschiedenen internationalen Standorten eingegangen sind, die möglicherweise Anträge nach US-amerikanischem Recht eingereicht haben, um ihre Amtskollegen vor Ort zu unterstützen. Diese Art der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erfolgt am ehesten in Notfällen (z. B. nach Terroranschlägen).

Auskunftsanträge (nichtbehördlich) 1. Jul – 31. Dez 2015

Land Anträge auf Account-Auskunft Prozentsatz der Fälle, in denen Auskünfte erteilt wurden Angegebene Accounts Prozentsatz der Fälle, in denen Account-Besitzer benachrichtigt wurden

HINWEIS: Die Daten in diesen Berichten werden so exakt und vollständig wie möglich bereitgestellt. 

Über die Zahlen

Dies ist das dritte Mal, dass Daten zu Anträgen auf Account-Auskunft, die über rechtsgültige Verfahren von nichtbehördlichen Parteien gestellt wurden, in dem Bericht enthalten sind. Doch anstelle einer weltweiten Gesamtsumme bietet der vorliegende Bericht eine detailliertere Darstellung über die Herkunft der nichtbehördlichen Auskunftsanträge. HINWEIS: Auskunftsanträge von Nutzern in Bezug auf eigene Accounts sind dabei nicht berücksichtigt.

In diesem Berichtszeitraum haben wir im Vergleich zum letzten Bericht dieselbe Anzahl an Anträgen auf Account-Auskunft von nichtbehördlichen Parteien erhalten. Jedoch hat Twitter nur in 21% der Fälle Account-Daten offengelegt. Im vorherigen Berichtszeitraum waren es 30%. In dem betrachteten Zeitraum haben wir Anträge aus zwei Ländern erhalten, die zuvor noch nie Anträge gestellt haben: Südkorea und Schweden.

Schutz der freien Meinungsäußerung

Twitter schützt und respektiert weiterhin die Stimmen seiner Nutzer, einschließlich ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung in anonymer oder pseudonymer Form. Beispielsweise erhielt Twitter im Juni 2015 aus den USA einen nichtbehördlichen Antrag auf Entlarvung mehrerer anonymer Nutzer. Twitter hat den Antrag auf der Grundlage des ersten Verfassungszusatzes (First Amendment), insbesondere bezüglich des Rechts auf anonyme Meinungsäußerung, abgelehnt. Das zuständige Gericht lehnte den Antrag des Klägers ab, Twitter dazu zu verpflichten, die Account-Daten seiner Nutzer offenzulegen, und entschied zugunsten von Twitter. Dieser Fall (Smythe gegen Does 1-10) ist ein Beleg für das Engagement von Twitter, die Anonymität seiner Nutzer zu schützen und in einem weiter gefassten Rahmen für den Einsatz von Twitter, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren.

Fußnoten

Laut unserer Definition gelten als „nichtbehördliche Parteien“ alle Antragsteller, die stellvertretend für einen Account-Besitzer oder für Dritte im Verlauf einer Zivilklage bzw. für einen Beklagten in einem Strafprozess Auskünfte zu Accounts anfordern.

Wir benachrichtigen Account-Inhaber über nichtbehördliche Auskunftsanträge bezüglich ihrer Accounts gemäß einer Richtlinie, die ähnliche Vorgehensweisen wie bei behördlichen Anträgen enthält.

„Angegebene Accounts“ umfasst die Accounts bei Twitter, Periscope und Vine, die in den bei uns eingegangenen nichtbehördlichen Anträgen bezeichnet wurden.

  • In der Zahl können mehrfach genannte Accounts enthalten sein oder auch Anträge in Bezug auf Accounts, die nicht existieren oder fälschlicherweise bezeichnet wurden.

Aus verschiedenen Gründen kommen wir nicht allen Anträgen nach. Zum Beispiel:

  • Wir kommen Anträgen nicht nach, in denen kein Tweet oder Twitter Account bezeichnet wird.
  • Wir grenzen ggf. Anträge ein, die zu breit gefasst sind.
  • Nutzer haben möglicherweise Einspruch gegen einen Antrag eingelegt, nachdem sie von uns benachrichtigt wurden.
  • In anderen Fällen legt Twitter ggf. offiziell oder inoffiziell Einspruch ein.

Weitere Informationen zu nichtbehördlichen Anträgen finden Sie im Hilfe-Center unter Zugriff auf deine Daten bei Twitter.